IGP → Internationale Gebrauchshundeprüfung oder auch Gebrauchshundesport genannt

 

 

 

Der frühere Name für den Gebrauchshundesport war zunächst SchH, Schutzhundesport, dann VPG was so viel heißt wie Vielseitigkeitsprüfung für Gebrauchshunde. Dieser Name beschreibt den Sport immer noch am besten.

 

 Diese Sportart besteht aus 3 Disziplinen:

 

- Das Fährten

- Die Unterordnung bzw. die Gehorsamsprüfung

- Der Schutzdienst

 

 Dies ist die älteste Sportart im Hundesport, alle anderen Sportarten haben sich hieraus entwickelt.

 

In der Fährte sucht der Hund mit tiefer Nase eine Spur ab, die zuvor von einem Helfer – dem Fährtenleger- abgelaufen wurde. Diese Spur kann sowohl im Acker als auch auf der Wiese gelegt werden. Die dabei entstandene Bodenverwundung nimmt der Hund mit seiner feinen Nase auf und sucht die Fährte ab.

 

Der Fährtenleger legt auf der Spur Gegenstände aus, die etwa so groß wie ein Textmarker sind. Der Hund soll sowohl die Spur absuchen als auch die Gegenstände anzeigen bzw. verweisen. Link zum Fährten!

 

 

In der Unterordnung bzw. der Gehorsamsprüfung durchläuft der Hundeführer mit seinem Hund ein fest vorgegebenes Schema. Hierbei soll der Hund stets korrekt am linken Bein des Hundeführers laufen. Auf Kommando muss er Positionen wie Sitz, Platz und Steh ausführen.

 

Ebenso muss der Hund ein Apportierholz auf der Ebene apportieren. Diese Übung wird wiederholt über eine Meterhürde und über eine Steilwand/Kletterwand.

 

Anschließend wird der Hund frei voraus geschickt, wobei er sich hier auf Kommando des Hundeführers sofort hinlegen muss.

 

Das Besondere an dieser Gehorsamsprüfung ist, dass auch die Schussüberprüfung noch enthalten ist.

 

Der Hund muss während der ganzen Unterordnung freudig, exakt, schnell und aufmerksam die Hörzeichen des Hundeführers ausführen, der Schuss soll dem Hund gleichgültig sein.

 

 

Beim Schutzdienst streift der Hund um Verstecke und sucht nach dem Helfer/Figuranten/Scheintäter. Dieser trägt Schutzkleidung und hat einen Jutearm bei sich.

 

Sobald der Hund den Helfer gefunden hat, stellt und verbellt er ihn und zeigt somit dem Hundeführer an, dass er den Figuranten/Scheintäter gefunden hat. Der Hundeführer begibt sich dann zu diesem Versteck. Auf Anordnung des Leistungsrichters tritt der Helfer aus dem Versteck und versucht dabei zu flüchten. Hier muss der Hund die Flucht des Figuranten/Scheintäters verhindern bzw. vereiteln. Dazu beißt er in den Jutearm des Helfers. Der Hund darf nur in den Schutzarm beißen, sonst würde es zum sofortigen Abbruch der Prüfung führen.

 

Der Hund muss im Schutzdienst ein hohes Maß an Gehorsam und Führigkeit, Belastbarkeit, Nervenstärke und Selbstbewusstsein beweisen. Der Hund wird immer auf Kommando des Hundeführers eingesetzt und muss auf Kommando vom Helfer sofort ablassen.