Der Name sagt alles
Dogdance ist eine Hundesportart, die ihren Ursprung in den USA hat. Beim Dogdancing vollführen Hund und Mensch
rhythmische Bewegungen zu Musik. Es wird sowohl das Zusammenspiel von Hund und Besitzer als auch die vielfältigen und
kreativen Aspekte des Tanzens gefördert.
Es geht dabei weder um gleichförmige Wiederholungen von Schritten noch um unkontrolliertes Umherspringen.
Im Mittelpunkt steht eine zeit- und artgerechte Hund-Mensch-Beziehung, die im Sport ihren Ausdruck findet.
Dogdance beinhaltet Aspekte des menschlichen Tanzes (Rhythmik, Synchronität der Bewegungen, fließende Richtungswechsel)
und schließt Elemente ein, die dem Dressurreiten entlehnt sind wie Traversalen oder spanischer Schritt.
Die Tanzfiguren werden vom Mensch-Hund-Team im Rhythmus der Musik teils gegenneinander, teils auf Distanz getanzt.
Die Sportart stammt vom Obedience ab und basiert wie dieses auf grundlegendem Hundegehorsam und stellt hohe
Anforderungen an Mensch und Tier.

Dogdance vereint Elemente des Obedience – wie sehr aufmerksames „Bei-Fuß-Gehen“ – mit speziellen Kunststücken zu einer
tänzerischen, musikalisch präsentierten Choreographie.
Typische „Kunststücke“/Tricks sind beispielsweise Beinslalom, Rückwärts gehen, Seitengänge, Drehungen, Pfotenarbeit,
Sprünge über oder durch die Arme des Hundeführers, zwischen den Beinen laufen, Männchen machen und Polonaise.
Der Hund wird durch kleinste Körpersignale und verbale Kommandos gelenkt.
Die Idee geht zum einen auf die Hundeausbildung Lind-art zurück, die Ekhard Lind Ende der 80er Jahre des 20. Jahrhunderts in
Deutschland aufbaute.
An die Stelle der klassischen Unterordnung tritt die harmonisch-soziale Beziehung zwischen Tier und Mensch als
Leistungskriterium.
Zeit-, Höhen- und Weitenmessungen werden durch die künstlerischen Elemente Musik, Rhythmus, Klang und Form ersetzt.

 

Stufen und Klassen

Es gibt Dogdance-Turniere in unterschiedlichem Rahmen, bis hin zu internationalen Turnieren.
Grundsätzlich wird bei Turnieren unterschieden zwischen Funklassen und offiziellen Klassen, sowie in der Kategorie
Freestyle(freier Stil) und HTM (Heelwork to Music).
Während in den Funklassen keine Punktbewertung und kein Vergleich der Teams durch die Richter erfolgt, werden die Teams in
den offiziellen Klassen durch Richter bewertet und anhand ihrer erreichten Punktzahlen platziert.
In den offiziellen Klassen sind keine Hilfsmittel zur Verstärkung wie Futter, Klicker oder Spielzeug zulässig, aber in den
Funklassen schon.

Die Kategorien Freestyle und HTM :
Freestyle:
In dieser Klasse dürfen die Teams ihre Dogdance-Choreografien mit rhythmischen Tempowechseln, dynamischen Bewegungen,
tänzerischen Ausdrücken und tollen Tricks zeigen. Freestyle ist eine Klasse, die alles zeigt.
Tricks und Bewegungen in der Nähe oder auf Distanz. Passend zur Musik sucht man Thema und Outfit frei aus.
Den Hund darf man nicht verkleiden.
HTM:
Bei „Heelwork to Music“, kurz HTM, sind fast ausschließlich Fußpositionen gefragt.
Beim Dogdance legt man Wert auf einen Hund, der aufmerksam und freudig mitgeht. Allerdings beschränkt man sich beim
Dogdance nicht nur auf die klassische linke Seite, sondern kann zwischen insgesamt 18 verschiedenen Positionen wählen, die
der Hund nah am Menschen einnehmen und halten darf.
Die Choreografie muss nicht alle Positionen zeigen.
Interessant wird eine Choreografie, wenn die Fußpositionen in verschiedenen Richtungen gezeigt werden.

Auch Tempowechsel erhöhen den Schwierigkeitsgrad.